Das
europäische Parlament trägt jüngst dem Rechnung was in den letzten Wochen und
Monaten immer häufiger in den Medien unter dem Begriff „Seltene Erden“ publiziert wurde und diskutiert derzeit
höhere Recyclingquoten bei Elektroschrott. Alle führenden Industrieregionen
arbeiten an Strategien diese Elemente alternativ (wieder)zugewinnen. Obwohl die
Seltenen Erden nicht so selten sind, wie ihr Name suggerieren mag, hat China
doch fast ein de facto Monopol errichtet, was Ihren Abbau betrifft. Zum Einen
gibt es große zusammenhängende Vorkommen dort, zum Anderen ist China selbst ein
großer Nachfrager für ihre eigene erstarkende Industrie. Da diese seltenen
Erden von China vor noch nicht allzu langer Zeit zu vergleichsweise geringen
Preisen auf dem Weltmarkt angeboten wurden, übernahm China eine führende Rolle
in der Gewinnung dieser Rohstoffe. Nun schränkt China seine Exporte zunehmend
ein. Die Preise entwickeln sich durch diese (künstliche) Verknappung steil nach
oben.
Seltene Erden werden v.a. in sogenannten High-Tech Industrien benötigt, so unter anderem für die Produktion von Handys, Computern, Flachbildschirmen und Photovoltaikmodulen. In dem Maß, in dem diese Industrien wachsen und die teilweise Verknappung schon spürbar wird, in dem Maß wird nach alternativen Quellen für diese Seltenen Erden gesucht. Eine Quelle, die sich leider nur schwer erschließt ist das Recyceln dieser Rohstoffe nach dem Ende des Lebenszyklus der Endgeräte. Bisher wird gerade einmal nur 1% der Seltenen Erden recycelt. Das liegt vor allem an der schwierigen Rückgewinnung, der im Endprodukt nur in geringen Mengen enthaltenen Seltenen Erden.
Die Laarmann Group ist mittelbar an mehreren Stellen an diesen neuen Prozessen beteiligt. So hat die Loser Chemie GmbH in Hainichen, Sachsen, in Zusammenarbeit mit der TU Freiberg u.a. ein Verfahren entwickelt die Seltenen Erden aus Solarmodulen wiederzugewinnen. Die Firma Reiling Glas Recycling GmbH & Co. KG in Marienfeld hat mit der Loser Chemie dazu einen Partnerschaftsvertrag geschlossen und nutzt das von diesen Modulen wiedergewonnene Glas. Auf diese Weise kann das Recycling in Umfang erst finanziert werden.
Reiling Glas Recycling GmbH & Co. KG setzt seit mehreren Monaten erfolgreich folgende Maschinen von Laarmann ein: Einen Backenbrecher JC2500 und eine Scheibenschwingmühle LM1 mit Hartmetall Mahltopfgarnitur.
Die Firma Umicore mit Hauptsitz in Belgien arbeitet schon seit geraumer Zeit erfolgreich daran Edelmetalle und Seltene Erden aus alten Handys, anderem Elektronikschrott, Industrieersatzteilen und Katalysatoren zu recyceln. Umicore ist der weltweit größte Recycler solcher Metalle aus diesen Quellen und nennt dies „Urban Mining“. Urban Mining ist nicht nur für Umicore eine künftige weitere feste Säule zur (Wieder-)Gewinnung dieser strategischen Elemente.
Aus der Art des Ausgangsmaterials ergibt sich auch die Problemstellung, für die Laarmann eine Lösung entwickelte. Für die weitere Begutachtung und Verarbeitung des zu recycelnden Materials wurden auch schon in der Vergangenheit Backenbrecher eingesetzt. Die sehr heterogene Zusammensetzung des Materials beinhaltet die Schwierigkeit, dass die Materialien sehr unterschiedliche Härten und Brechverhalten aufweisen. Insofern waren in der alten Lösung sehr oft Sicherheitsabschaltungen mit anschließender zeit- und kostenintensiver Wartung bei den Backenbrechern vorprogrammiert. Laarmann entwickelte für Umicore eine hydraulische Brechplattenverstellung für den kraftvollen JC5000 Backbrecher und hat somit erfolgreich diese Ausfälle minimiert.
Für Laarmann sind diese Aufträge ein gelungenes Beispiel für unseren Wahlspruch: Innovators in Solids.